Blick hinter die Kulissen: Fehler bei Online-Voice-overs vermeiden
Ein Unternehmensvideo stand unmittelbar vor dem Go-live, als bei der Endabnahme auffiel, dass der eigene Markenname falsch betont worden war. Wer eine professionelle Vertonung online bucht, ohne die Grundlagen im Vorfeld sauber zu klären, riskiert kostspielige Nachaufnahmen und spürbare Projektverzögerungen. Im Studioalltag zeigt sich regelmässig, wie selbst minimale Unschärfen im Vorfeld den gesamten Zeitplan durcheinanderbringen können. Im konkreten Fall reagierte der Kunde glücklicherweise noch kurz vor der Session, sodass die Aussprache rechtzeitig abgestimmt werden konnte und das Budget intakt blieb.
Um solche Zwischenfälle zu vermeiden, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen des Produktionsprozesses. Mit der richtigen Vorbereitung stellen Sie sicher, dass das Ergebnis bereits beim ersten Take genau Ihren Vorstellungen entspricht.
Das Skript: Fundament jeder gelungenen Sprachaufnahme
Ein Aufnahmeskript ist der finale Text für den Sprecher, ergänzt durch verbindliche Regieanweisungen zu Aussprache, Pausen und Betonungen. In der Tonregie fällt sofort auf, ob ein Skript ausschliesslich für das Auge oder bereits für das Ohr formuliert wurde. Ein Text, der sich im Layout flüssig liest, kann gesprochen schnell sperrig und unnatürlich wirken.
Bevor die Aufnahme startet, werden potenzielle Hürden gemeinsam mit dem Sprecher analysiert:
- Ausländische Markennamen oder spezifische Fachausdrücke mit individueller Aussprache.
- Zahlen und Jahreszahlen: Soll «2024» als «zwanzigvierundzwanzig» oder als «zweitausendvierundzwanzig» gelesen werden?
- Internetadressen und Abkürzungen: Notieren Sie Begriffe exakt so, wie sie laut artikuliert werden sollen.
Werden diese Punkte vorab in einem unmissverständlichen Briefing fixiert, erübrigt sich eine zweite Aufnahmerunde meist vollständig.
Tonalität definieren und Timing realistisch planen
Jedes audiovisuelle Medium verlangt nach einer eigenen stimmlichen Färbung. Ein internes Schulungsvideo benötigt eine ruhige, sachliche und transparente Vermittlung. Ein Social-Media-Clip hingegen verlangt nach Präsenz, Dynamik und Tempo.





